Kläranlagen Funktionsweise
Fragen und Antworten - ETL Verfahrenstechnik GmbH
Eine kommunale Kläranlage ist eine Einrichtung zur Reinigung von Abwasser, bevor es wieder in natürliche Gewässer, die sogenannten Vorfluter, eingeleitet wird. Sie ist notwendig, um Verunreinigungen zu entfernen und die Umwelt vor schädlichen Stoffen zu schützen. Ohne eine solche Reinigung könnten Abwässer die Ökosysteme belasten und die Wasserqualität erheblich verschlechtern.
In einer kommunalen Kläranlage werden hauptsächlich drei Reinigungsverfahren kombiniert: mechanische, biologische und chemische Reinigung. Jedes Verfahren hat spezifische Aufgaben bei der Entfernung unterschiedlicher Arten von Verunreinigungen.
Die mechanische Reinigung ist der erste Schritt und dient der Entfernung grober Feststoffe aus dem Abwasser. Dazu gehören:
- Rechen: Sie fangen größere Abfälle wie Toilettenpapier, Hygieneartikel und Essensreste ab. Dadurch werden bereits 30-50% der Grobstoffe entfernt.
- Sand- und Fettfang: Hier wird die Fließgeschwindigkeit des Abwassers reduziert, sodass schwere Partikel wie Sand und Kies absinken und leichte Stoffe wie Öle und Fette an die Oberfläche schwimmen und abgeschöpft werden können.
- Vorklärbecken: Durch weitere Verlangsamung des Flusses setzen sich hier feinere organische Stoffe als "Vorklärschlamm" ab oder schwimmen auf und werden abgepumpt.
Die biologische Reinigung erfolgt durch den Einsatz von Bakterien und anderen Mikroorganismen, die organische Stoffe im Abwasser abbauen.
- Belebungsbecken: Das Abwasser wird mit Belebtschlamm (Bakterienmasse) versetzt. Durch das Einblasen von Luft werden die Bakterien mit Sauerstoff versorgt, um die Schmutzstoffe abzubauen.
- Anaerobbecken: In unbelüfteten Becken findet der Abbau von Phosphorverbindungen durch sauerstofflose Mikroorganismen statt. Das Belebtschlammverfahren ist hierbei das am häufigsten verwendete Verfahren.
Die chemische Reinigung ist der abschließende Schritt der Abwasserbehandlung und konzentriert sich auf die Entfernung von Restpartikeln, insbesondere Phosphor. Durch die Zugabe von Eisen- oder Aluminiumsalzen bilden sich unlösliche Verbindungen mit Phosphaten, die sich als Schlamm absetzen und entfernt werden. Dies ist entscheidend, um die Eutrophierung (Überdüngung) von Gewässern zu verhindern.
Im Nachklärbecken setzt sich der Belebtschlamm aus der biologischen Reinigung ab. Das nun gereinigte Abwasser wird entweder direkt in den Vorfluter eingeleitet oder einer weiteren chemischen Behandlung unterzogen. Der überschüssige Belebtschlamm wird zusammen mit dem Vorklärschlamm in Faulbehälter überführt, wo er als Primärschlamm weiterbehandelt wird.
Die vollständige Abwasserreinigung durch mechanische, biologische und chemische Verfahren ist von entscheidender Bedeutung für den Umweltschutz. Sie stellt sicher, dass das gereinigte Abwasser sicher in Gewässer eingeleitet werden kann, ohne diese zu verschmutzen oder die aquatischen Ökosysteme zu schädigen. Dies trägt maßgeblich zur Erhaltung der Wasserqualität und zur Vermeidung von Umweltproblemen wie der Eutrophierung bei.
Die ETL Verfahrenstechnik GmbH ist ein führender Hersteller und Spezialist für Systeme zur Abwasserbehandlung. Sie bietet Technologien für die effiziente Filtration und Dosiersysteme wie das Säuredosiersystem DOSY-S und das Fällmitteldosiersystem DOSY-F an. Das Unternehmen legt Wert auf Präzision, Sicherheit, Leistung, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für industrielle und kommunale Anwendungen.