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Keramikfilter

Fragen und Antworten - ETL Verfahrenstechnik GmbH

Keramik-Filter sind spezielle Membranen aus anorganischen Materialien, die zur selektiven Trennung von Substanzen in verschiedenen Medien eingesetzt werden. Sie werden häufig aus Metalloxiden wie Aluminiumoxid, Titandioxid oder Zirkoniumdioxid hergestellt. Auch Siliziumkarbid kann zum Einsatz kommen. Diese Filter dienen dazu, Partikel, Trübstoffe, Mikroorganismen oder unerwünschte gelöste Substanzen zu entfernen oder zu reduzieren.

Keramik-Filter haben die Hauptfunktion, Substanzen basierend auf ihrer Größe zu trennen. Sie wirken als mechanische Barrieren mit präzise definierten Porendurchmessern. Dies ermöglicht die Entfernung von Partikeln, Trübstoffen, Mikroorganismen oder anderen Verunreinigungen aus Flüssigkeiten oder Gasen, während die kleineren, erwünschten Substanzen passieren können.

Im Vergleich zu den in der Industrie weit verbreiteten Polymermembranen zeichnen sich Keramikmembranen durch ihre deutlich höhere Beständigkeit gegenüber extremen Bedingungen aus. Dazu gehören aggressive Chemikalien, organische Lösungsmittel, extreme pH-Werte sowie hohe Drücke und Temperaturen. Diese Robustheit macht sie für anspruchsvollere Anwendungen besser geeignet.

Keramik-Filter können je nach ihrer Struktur und dem Anwendungsbereich entweder dicht oder porös sein. Dichte Filter werden für Gastrennungsanwendungen wie die Isolierung von Sauerstoff aus Luft verwendet. Poröse Varianten kommen bei Gasdiffusion sowie Mikro- und Nanofiltration zum Einsatz. Die Porosität bestimmt die Art der Filtration und die Größe der abzutrennenden Partikel.

Keramik-Filter-Elemente bieten eine Reihe von Vorteilen, darunter hohe mechanische und chemische Stabilität, geringen Strömungswiderstand, Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und Lösungsmittel, Regenerierbarkeit durch Rückspülung, Langlebigkeit und Verschleißfestigkeit sowie Zuverlässigkeit und Hitzebeständigkeit, die eine Dampfsterilisation ermöglicht.

Die Struktur einer Keramik-Filter-/Membran besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: einer sehr dünnen funktionellen Filterschicht auf der Seite des Rohmediums und einem stabilen Trägermaterial, das den Großteil des Filters ausmacht und die mechanische Festigkeit gewährleistet. Für eine effiziente Filtration und zur Verhinderung von Verstopfung sind die Poren zur Reinwasserseite hin größer.

Der Porendurchmesser ist entscheidend für den Filtertyp und beeinflusst maßgeblich die Trennleistung. Nur Stoffe, die kleiner als die Poren sind, können den Filter passieren, während größere Partikel zurückgehalten werden. Die präzise Definition der Porendurchmesser in der feinporösen Schicht bestimmt die spezifischen Filtrationseigenschaften.

Keramik-Filter werden in verschiedenen gängigen Filterprozessen eingesetzt. Dazu gehören unter anderem die Mikrofiltration (MF) und die Ultrafiltration (UF). Sie wirken in diesen Prozessen als mechanische Barrieren und werden häufig, insbesondere in der Wasseraufbereitung, in Kombination mit traditionellen Methoden verwendet.

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